Laufen und Autos

Morgens halb acht in Deutschland, laufend, auf dem Weg zur Arbeit.
Es ist Herbst! Grau, aber hell und nicht zu kalt und die Sicht gut. Eigentlich klappt das mit dem gegenseitigen Rücksicht nehmen ja ganz gut zwischen dem gemeinen laufenden Homo Sapiens und dem gemeine Homo Sapiens Autofahrensis. Doch manchmal eben auch nicht! So heute. Es gibt auf dem Weg zur Arbeit ein kurzes Wegstück, da gibt es einfach keinen Fußweg und der Rand ist nicht wirklich überall belaufbar. Hier funktioniert es nur mit Rücksicht (Paragraf 1STVO). Nur heute nicht. Neun von zehn Fahrern schienen zu meinen, daß es immer noch etwas dichter geht und wen es stört, der kann ja beiseite springen. Danke an dieser Stelle für die unerwarteten Trainingselemente. Nur gut, wenn man entgegen der Fahrtrichtung als Fußgänger unterwegs ist, da sieht man das Elend oder die Trainingseinlagen kommen. Tempo 30 – pah egal. Abstand – pah ist was für Anfänger. Zum Glück ist das Stück nur ca. 500 bis 700 Meter kurz, aber heute seeeeeeeehr lang.

Aber vielleicht habe ich ja was nicht mitbekommen und es gibt einen neuen Fitnesstrend 😉

Achtung Satire!!!!!!

Es ist ein neuer Sport erfunden! Über die Bezeichnung herrscht noch Uneinigkeit. Im wesentlichen geht es darum:

Ausgangssituation:
Es gibt zwei oder mehr Teilnehmer.
Diese sitzen in wie auch immer ausgestatteten Vehikeln.
Es ist Tag und hell.

Das Ziel
ist ein beliebiger Läufer. Start ist wenn sich die Wettkämpfer an eine Strecke treffen, die idealerweise keinen Fußweg hat und durch gelegentliches Auftauchen der Ziele gekennzeichnet ist. Die Sportler bewegen sich auf das entgegenkommende, sich entgegen der Fahrtrichtung am äußersten linken Rand bewegende Ziel zu. Das passiert mit möglichst hoher Geschwindigkeit. Ziel ist es nun, so dicht wie möglich an dem entgegenkommenden Ziel vorbei zu kommen. Idealerweise wird das Ziel kurz touchiert. Das gibt Extrapunkte. Weitere Extrapunkte gibt es, wenn es der Sportler schafft, das Ziel kurz in den Graben zu zwingen. Mit Punktabzug wird bestraft, wer eine zu großen Bogen um das Ziel macht oder gar die Geschwindigkeit reduziert. Gewonnen hat der Autofahrer mit den meisten Punkten.

Satireende!!!!

Rücksicht kommt an!

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Intervalle

Mit Intervallen ist das so eine Sache. Eigentlich sind diese ja noch gar nicht geplant. Aber wenn es etwas schneller werden soll, dann muss man was dafür tun. So habe ich mich langsam an das Thema rangetastet und nun die ersten Intervalle durchgebracht. 5 mal 1000 m unter 4:50 min eingebettet in einen 13 km Lauf. Das war mal was anderes als locker oder weniger locker eine längere Strecke zu laufen. Da ist doch recht schnell „schweinehundalarm“. Aber dank externer Motivation hat es dann doch alles gut geklappt.

25

Es ist geschafft. Was vor 3 Monaten noch ein Ziel für 2013 -vielleicht-war ist nun vollbracht. 25 km am Stück laufen. Eine Strecken hatte ich mir schon ausgeguckt und dann ging es los. Die Family wurde zur geplanten Ankunftszeit bestellt, denn es wurde mit einem Besuch bei Freunden kombiniert.
Zur Sicherheit den Trinkgürtel um und los. Leider ging es die ersten 10 km stetig bergauf. Nicht steil aber andauernd. Egal ich hatte es mir ja selber ausgesucht. Die ersten 5 km waren ok, unter 30 – 25:00 Minuten – Check-.
Die 10 km unter 60 Minuten -54:00- Check.

Ab dann alles ohne Plan, jetzt sollte es nur noch auf ankommen gehen.

Die Strecke war schön. Eine gute Mischung aus sonnigen und bewaldeten Abschnitten. Nach 12 km ging es dann 5 km durch ein ruhiges Schlaubetalstädtchen. Das sorgt für Ablenkung und macht es leicht. Leider kommt danach ein Waldstrecke, die sich zieht und zieht und zieht und zieht und ziiiiiiiiieht. Aber irgend wann war auch das geschafft. Die Luft war mehr als genug der Puls Super aber die Knochen, die waren schwer und Taten weh. Egal der letzte Ort wurde kassiert und nun galten keine Ausreden mehr – das muss jetzt! Die letzte Kilometer brachten für mich den Beweis, wenns kracht dann sind es die Knochen, naja die Koryphäen haben hält recht. Es ist ein Frage des Trainings, deshalb ja auch die „Order“ lange Läufe zu machen. Nach 2:27:00 war’s dann geschafft -unter 3 Stunden -check 🙂
Glücklich und kaputt erreichte ich das Ziel. Die Family kam 10 Minuten später und der Nachmittag konnte beginnen.

Grundlagen oder Pace

Das ewig gleiche Thema. Was ist richtig, was ist falsch. meine Meinung war eigentlich immer, das man gar nicht genug Kilometer sammeln kann um eine vernünftige Grundlage zu haben für alles was danach kommt. Also habe ich angefangen Kilometer zu sammeln. Immer nach dem Motto bloß nicht zu schnell sondern immer schön den Puls im Auge behalten der Rest kommt dann schon. Das geht einige Zeit gut bis dann die Literatur und gute Tipps kommen. Da stehen dann Dinge wie Tempoläufe und Intervalltraining drin (in den Büchern) und du musst aufpassen das du nicht nur gleichmäßig läufst, du musst auch auf unterschiedliches Tempo achten (auch mal richtig Bolzen — sagt der Tippgeber), sonst hast du einen langsamen Rhythmus und wirst nicht mehr schneller. Na toll. Ich würde es recht leicht schaffen in der Wochen 4-5 Tage (ein Tag Ruhetag) zu laufen (von Montag bis Freitag). Jeweils früh und Abends (der „Kenner“ erkennt zur und von der Arbeit 🙂 ). Dabei sind Strecken zwischen 6,5 und 15 km vermessen und „leistbar“ (Scheixxwort – aber egal). Am Wochenende ist auch ab und zu ein langer Lauf drin. Dabei kann es ja auch variabel sein in der Geschwindigkeit, aber Intervalle sind das definitiv nicht. Was nun? Ziel ist es Strecken zwischen 10 km (00:50 aktuell 00:55) und HM (unter 1:50 aktuell 1:56) zu laufen.

Geht es ohne Intervalle? Ging ja bisher auch ohne? Oder sollte ich mir die Zeit dafür regelmäßig nehmen. Oder reichen Tempoläufe von 6 – 10 oder 12km aus?
Und dann soll das ganze auch noch Spass machen wie bisher.

Fragen über Fragen 😦

Neue Ziele braucht das Läuferherz

Es ist schon komisch mit den Zielen und deren Realisierung. Was einem erst unmöglich erscheint ist nun doch gar nicht mehr so unmöglich. Zur Erinnerung: bis Oktober sollten es 10 km unter 60 Minuten sein. Das wurde im August geschafft. Seit dem fehlt das Ziel. Ein neues musste her und wurde in der Scharmützelseeumrundung gefunden. Das sind 28 km mit dem Ziel ankommen. Nun bin ich also auf dem Weg dahin. Bisher bin ich eigentlich aus dem Plan. Theoretisch wollte ich Kilometerfressen (3- 4 mal wöchentlich 6 – 7 km und einmal pro Woche länger als 10 km). Aus einem Facebook Kontakt wurde ein Laufpartnerschaft für lange Läufe, die mich motiviert hat weiter zu laufen als es zu diesem Zeitpunkt geplant war. So sind nun 18,4 km im Tagebuch hinzugekommen und 21 km hinzugekommen. Dabei war ankommen nicht mal das grösste Probleme, sondern das es für mein Geist zu schnell war – für mein Körpergefühl jedoch nicht. Leider haben sich nun die Schuhe als Makel herauskristallisiert. Die Aussenbänder vom Fuß bis zum Hintern und die Hacken waren hinterher ziemlich angeschlagen. Das fing beim ersten längeren Lauf bei ca. 15 km an. Beim 2. Lauf auch wieder. Nun gehts am Dienstag zur Laufanalyse. Mal sehen was dabei raus kommt.

Nun habe ich mir halt Strecken gesucht, die um die 10 – 13 km sind und nach Möglichkeit täglich gelaufen werden. Da es der Weg zur Arbeit ist führt auch keine Weg drum herum. Zur Arbeit muss man halt.