Wenn man sich überreden lässt oder wie ich doch noch zum Marathon in 2014 gekommen bin

Der Plan sah mal vor, dieses Jahr 2 Marathon zu laufen…Soviel zum Plan. Durch familiäre Umstrukturierungsmaßnahmen wurde alles mal eben neu gewürfelt. Einrichten der Wohnung und des neuen Lebens. Neu finden, neu kennen und neu lieben bedeutet auch neu planen. Also ab Juni war klar „das wird eng mit dem 2. Marathon!“. Im August stand es fest. Mit dem Laufpensum bis dahin keine Chance! Also alles auf die Alpenquerung per Rad nächstes Jahr konzentriert.

juli

Juli

august

August

Aber wie heißt es so schön, „das Beste kommt zum Schluss“ und so kommt was kommen muss. Bei einem, nein dem Parkfest von Frankfurt (Oder), der Lenneparknacht Ende August (30.08.2014) eine Menge neuer Leute kennengelernt. Unter anderem auch einige Leute von „Grillen und Chillen“. Klingt ja noch nicht spektakulär, bis sie auf Dresden und den Morgenpostmarathon zu sprechen kamen. Diesen hatten sie sich nämlich ausgeguckt um eine Bierwette einzulösen. Sie wollten ein Team aufstellen und mit diesem ganz chillig in die Teamwertung kommen. Die meisten liefen wenn überhaupt nur vor dem Laufen weg, aber einige liefen schon regelmäßig. Das Problem war, das ihr geplanter Marathonmann verletzt war und sich nur für den Halben (Halbmarathon) fit fühlte. Naja und rede hin rede her, da erzählte ich, das ich auch gelegentlich laufe und Dresden kenne und auch den Marathon schon gelaufen bin ABER dieses Jahr noch nicht ausreichend gelaufen war. Außerdem die Achillessehne hin ist und ich doch Radtraining mache für die Alpen nächstes Jahr und und und. Alles plausible Gründe nun die Klappe zu halten. Aber nee was mach ich, ich sage zu!!! Einfach mal Fresse halten wäre ja auch zu leicht gewesen! Nun habe ich den Salat und einen Termin den 19.10.2014 – Marathon in Dresden die zweite Auflage, na toll! Also was solls eine Woche lamentiert und mich selber bemitleidet und dann eine Plan gefasst und den aufgeschrieben.

Ziel:
Trotz Achillessehnenproblemen einen Marathon in einer halbwegs vernünftigen Zeit stehen. Auf Grund meines Trainingszustands ist alles unter 4:30 h Utopie.

Das war der grobe Plan. Im Detail sieht der Plan nun so aus.

Teil 1

Teil 1

Teil 2

Teil 2

Sprich von Null auf 42 km. Da dabei das Laufen UND das Radfahren nicht zu kurz kommen darf, wird es eine Kombination aus beidem 60 – 80 km pro Woche laufen und 60 bis 90 km Rad fahren… Quasi zum Beine „ausschütteln“…..köstlich. Vor der ersten Woche beschlich mich leichte Panik, da die Achillessehne mir doch Sorgen machte. Nach jeder Bewegung geschwollen und wehtuend. Vorsorglich meine wöchentliche, geliebte und geheiligte Krabbelgruppe (60 Minuten Basketball und 60 Minuten Fußball) abgesagt bis zum Marathon und eingestiegen ins Training. Zyklus viermal laufen 2 – 3 mal Rad fahren und die Woche drauf umgekehrt. Klingt doof, ist doof, aber von nix kommt nix. UND was passiert?? Der erste Lauf unter Schmerzen, aber es ließ sich aushalten. Der zweite Lauf (Mittwoch) mit Max wurde viel kürzer als geplant. Zu stark die Schmerzen und die Einschränkungen. Ich habe mich schon 6 Wochen auf dem Rad auf den Marathon vorbereiten gesehen. Doch da unterwegs, haben wir gleich mal gedehnt wie die Teufel und Gymnastik gemacht. Alles für die Achillessehne. Danach ging dann mal gar nichts mehr. Am Freitag der ersten Wochen stand laufen auf dem Plan. Statt 10 nun die abgekürzten 15 vom Mittwoch. Die Achillessehne war rechtzeitig wach um mich durch permanentes schmerzen daran zu erinnern, das Schonung das A und O ist alles andere macht es schlimmer. Ok dann schlimmer. Ich hatte nun wohl alles zum Thema gelesen, dessen ich habhaft wurde. Da hieß es in der Quintessenz für mich neben viele anderen Behandlungstipps:

– Schuh wechseln bringt es nicht, wenn diese Schuhe sonst nicht für die Schmerzen  verantwortlich waren und
– Ruhe Ruhe Ruhe

Na toll! Also Schuhe an, die nie dafür verantwortlich waren und ruhig los gelaufen. Nachdem sogenannten Anfangsschmerz Zähne zusammen und weiter. Langsam sind die Knochen in Schwung gekommen und die Schmerzen wurden erträglich. Aber nicht mehr. Was tun? Also mal den Laufstil geändert. Locker aus dem Knie schwingen beim Ausholen nach vorn und schön auf das Laufen und NICHT auf die Sehne konzentrieren. Es dauerte ca. 2 km und die Schmerzen waren weg! Nicht mental weg gedacht, sondern weg! Nicht 100 %ig, aber zum locker aushalten. Im Ziel nach 15 Kilometern in knapp 1:30 etwas gedehnt ordentlich gekühlt und sehen was weiter. Im Laufe des Tages tat die Sehne schon noch weh, aber es wurde beständig weniger. Also alles gut? Mal sehen. Am Sonntag dann erstmals wieder weiter als 15 km (knapp 19) und auch hier alles gut, solange ich mich auf das Laufen konzentriere und locker aus dem Knie laufe. Das Dilemma ist, das irgendwann Strecken kommen, da ist wohl nicht mehr so viel mit „locker aus dem Knie laufen“! Na ich bin gespannt. Nach einer Woche mit 55 Lauf Kilometern und 72 Rad – Kilometern sind nun meine Schmerzen weg. Am Dienstag 15km gelaufen Schmerzfrei und auch hinterher ohne Schmerzen. Nun wollen wir mal sehen, wie es weiter geht. Ich bin gespannt.

es geht wieder los

So nachdem längere Zeit der Schlendrian eingehalten hatte nun wieder Vollgas. Die Kondition ist zu schade um sie einfach verpuffen zu lassen. Also Armpocket um und los. Nach dem ich mich an die Folienwellen gewöhnt habe, tut das Armpocket anstandslos seinen Dienst. Nun in der Wärme staut sich ein wenig die Wärme unter der Tasche, aber wesentlich angenehmer als die Vorgänger. WP_20140427_009

Radeln mit Armpocket

Nach gemischten Gefühlen mit dem Armpocket nun Radeltest. Das größte Problem sehe ich im welligen Display, das dafür sorgt, das ungewollt Funktionen wie bspw. die Sprachsteuerung oder „Abbrechen“ ausgelöst werden.
WP_20140330_003

WP_20140330_007

Das wird dadurch „unterstützt“, das bei einigen Applikationen das Display aktiv bleibt. Vielleicht ist das bei mir ein Einzelfall, aber ich teste es im Einsatz. Aus diesem Grund hatte ich bei den vorherigen Läufen das Display abgeschaltet. Beim Radfahrtest habe ich nun bewusst das Display angelassen. Und alles gut. Trotz des welligen Displays kein Fehlfunktionen. Alles super. Nun ist beim Radfahren der Arm relativ ruhig, so dass es erst beim nächsten Lauftest wieder zeigen kann, was in ihm steckt – dem Armpocket von Laufgeschenke.de

Neue Ziele braucht der Mensch

Nun ist die Ruhe vorbei und es geht wieder los. Eigentlich ist das Jahr wettkampftechnisch schon erledigt, quasi zu Ende bevor es für andere angefangen hat. Also müssen neue Ziele her, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Kurz überlegt dann geplant. Der „Fünf Seen Lauf“ steht auf dem Zettel als Familienlauf (hier geht es zur offiziellen Seite), doch nun werden Ziele dran geknüppert. Auch das will gut überlegt sein, den davon hängen Training und zu investierende Zeit ab. Früher wollte ich immer unter 75 Minuten laufen auf den geplanten 15 Kilometern. Da das im Training vor einiger Zeit schon gut geklappt hat, gehe ich nun mal konservativ an das nächste Ziel und plane für diesen Lauf 70 Minuten ein. Zwischen durch noch ein Abstecher in die Rauener Berge zum „Fontane Lauf“ auch hier 15 km als Zwischenstopp – quasi.

es geht doch

Gestern nochmal das Armpocket (Link zum Shop) getestet. Es hat mir keine Ruhe gelassen mit dem Empfang und siehe da es funktioniert. Auf dem Rückweg andere Strecke und da passte die Aufzeichnung. Es kann aber auch sein, das die Folie bei aktivem Display, wie es z.B. Runtastic macht durch die Welligkeit versehentlich eine Schaltfläche berührt… Das bleibt zu prüfen.

Es ist da…….

So nach dem man einmal ein Paar Tage nicht da ist sowas…Das Päckchen ist da. Das Päckchen mit dem Armpocket. Und ich konnte es gar nicht gebührend bergrüßen. Aber egal die Verpackung ist riesig.

30 *20*10 cm für 12 * 20 * 4 cm

Aber alles gut geschützt.

WP_20140312_004

Nach dem Auspacken dann das eigentliche Armpocket. Ich vermisse etwas nach dem auspacken aus der Plastiktüte…..den Gestank üblicher Produkt, die erstmal einige Tage in Quarantäne an die frische Luft mussten.

WP_20140312_005

Das sah schon mal gut aus.
Bei abmontieren von der Trägerpappe (war nur mit einem kleine Plasteband fixiert) die nächste Überraschung. Das Klettding macht richtig „Ratsch“ und nicht so ein bisschen „Ratsch“ und es bedarf ein wenig tätigen Einsatz das Band zu lösen.

Die größte Angst (passt die Länge) erwies sich als unnötig. Größe „M“ für die Bandlänge (25cm bis 36 cm) reicht für meine „normal“ schlanken Arme aus.

WP_20140312_006

Was gibt es noch?
Die Tasche ist mit einem robustem zwei Wege Reißverschluss versehen und unter dem Reißverschluss läuft eine Schutzkante. Im Inneren gibt es ein Gummiband, das das Handy festhält und gegen die Folie drückt. An der Rückseite gibt es eine Gummilasche, die kleine Dinge halten kann wie z.B. Geldscheine, eventuell Papiere. An der Unterkante – gut versteckt sind zwei Ausgänge für Kopfhörerkabel. Damit dürfte jedes Modell verwendbar sein. Speziell, wenn man wie ich das Telefon „Kopfüber“ einsteckt, um sich beim ablesen während des Laufes nicht zu verbiegen. Ansonsten ist aussen eine „Halterung“ für den Kabelsalat vorhanden. Das ist in Form von einem weiteren Klettband. Das erscheint etwas fummelig aber mal sehen.

Nun gehts an den Bewegungstest. Ich werde berichten.

Für die ganz Eiligen hier der Link zum Shop

War es das?

Das war es. Das letzte intensive Training vor dem Marathon. Nach dem Training gestern (IV 4*2000 im Marathonrenntempo plus 1000m Trabpause) stellte ich fest „mir geht es gut“. Die Erschöpfung war sehr moderat und nach dem 25km vom Sonntag war es echt mehr als gut. Zum Abschluß also heute noch mal 5 * 1000 in MRT (was wieder nicht geklappt hat 4:43 ist nicht mein MRT) mit 400 m Trabpause dazwischen. Es lief wieder gut. Nun kann ich nichts mehr tun außer aufgeregt auf Sonnabend zu warten. Mal sehen ob der Plan aufgeht sub 4:00 Stunden. Ich bin, nach dem negativen Erfahrungen der langen Läufe in den Wochen davor, nun ganz vorsichtig optimistisch.

Der Tag danach und ein neuer Anfang

Es ist vorbei. Der erste Community – Lauf ist Geschichte und geschrieben ist genug. Vor allem Peter hat ausführlich und gut geschrieben. Zusätzlich noch ein Zeitungsbericht, was will man mehr. Dem kann und will ich nichts hinzufügen. Doch eins vielleicht -gut wenn virtuell so toll zu reel wird.

DSCF5766
Der Lauf war angenehm und Schmerz frei und nun auf zu neuen Ufern. Die Vorbereitung auf den Marathon am 15.3.2014 startet jetzt. Nur leider spielt das Wetter nicht mit. Eis und Schnee sind nicht für Tempoläufe geeignet. Also erstmal weiter Kilometer sammeln.

Der erste Lauf nach dem Marathon

10 Kilometer können sich so blöd anfühlen, das man meint, diese Strecke noch nie am Stück gelaufen zu sein. Nicht das die Beine noch schwer sind, nicht das die Luft knapp ist, nein es ist einfach alles blöd. Und das, obwohl es ein langsamer Lauf sein sollte. Ja wie langsam den noch. Am Ende 6:10 /km und kaputt wie nach einem TDL im Renntempo 10km. War die Zeit zu lange, nein. Die Motivation war ja auch nicht da. Aber Greiff sei Dank ist das wohl normal. Nun geht es mit langsamen Schritten in Richtung nächstem Marathon. Dieser soll im März stattfinden und vielleicht, wenn ich gut über den Winter kommen mit einer Zeit geschehen die besser ist als – geschafft! Hier soll es sein.

Walking versus Running

Durch das Lesen einiger G+ Communities musste und wollte ich mich mit der Frage auseinander setzen was „gesünder“ ist oder besser: Was ist besser für Menschen mit höherem Gewicht – Walking oder Running?
Es ist ein wenig ketzerisch und spiegelt nur meine Meinung und Beobachtungen wieder.

Im ersten Moment natürlich Walking. Warum?
– Es folgt dem „Gehmechanismus“ und kommt der normalen Bewegung des Menschen entgegen ist einfach zu erlernen.
– Es ist besser für die Durchblutung, die Beweglichkeit.
– Besser Sauerstoffaufnahme.
– Schont den Rücken und die Knie
Das sagt die Lehrmeinung!
Immer wieder besser, besser, besser. Besser als was?
Besser als nichts tun? Ja
Besser als Running? Tja
Schont den Rücken und die Knie? Aus meiner Wahrnehmung definitiv nein!

Alles was Bewegung ist, ist gut. Somit auch Walking. Aber wenn man sich mal Laufen und Walking ansieht, dann fällt folgendes auf. Beim Walken wird der Fuß weit vor dem Körper aufgesetzt und ist quasi komplett durchgestreckt. Der Fuß befindet sich in der ersten Phase des Schrittes mit dem Boden im Kontakt. Dabei über 50 Prozent der „Bodenkontaktzeit“ vor dem Körper. Vor dem Körper bedeutet bremsend, abfangend, blockierend (siehe auch Minute 7:12!! im Laufvideo) weiter unten.

Und Running/Laufen?
Einfach betrachtet ist Laufen wie schnelleres gehen. Aber das ist falsch. Wenn es so trainiert wird, was leider häufig und gerade am Anfang passiert, ist das alles was negativ beim Walken ist, auch auf Running zu trifft – nur schlimmer!! Deshalb ist es gerade für schwere Läufer oder solche die es werden wollen – Läufer nicht schwerer- wichtig den richtigen Laufstil zu üben. Anatomisch betrachtet gilt es folgendes zu berücksichtigen.
– die Aufprallenergie die abgefangen werden muß, so minimal wie möglich halten
– Aufprallenergie die entsteht möglichst schonende abfangen beziehungsweise umwandeln
– die körpereigenen Schutzsysteme nutzen.

Alles was nachfolgend kommt gibt es vielfach zu lesen und zu sehen bei Dr. Marquardt, Dr. Mark Cucuzzella, Prof. Dr. Strunz aber hier ist das aus meiner Wahrnehmung in diesem Zusammenhang wichtigste aufgeführt.
Das bedeutet aus meiner Sicht natürliches Laufen.
– Kurze Schritte bei denen der Fuss unter dem Körper aufsetzt. Dadurch passierte es automatisch, das der Fuß zuerst auf dem Ballen (Vorderfuß) oder auf dem Mittelfuß aufkommt.
– Leichtes vorbeugen um quasi in den Schritt zu fallen,
– Kurze Verweilzeiten des Fusses auf dem Boden,
– Geschwindigkeit durch Frequenz der Schritte statt durch Schrittweite erhöhen,
– Korrekte Armhaltung, bei der die Pendelfrequenz der Schrittfrequenz entspricht und die Arme in einem Winkel kleiner 90 Grad angewickelt sind (spitz),
– vernünftige Schuhe am besten nach einer Laufanalyse,
– Training der Beinmuskulatur rund um die Füße, Knie und Hüfte.

Was passiert? Der Fuß, der dafür gemacht ist, fängt das Gewicht des Körpers ab, nicht der Haken.
Das ganze Bein das nicht durchgedrückt ist fängt die Aufprallenergie ab und leitet diese gerade nach oben, wo auch die Wirbelsäule die Energie aufnehmen kann und nicht nur das schiefstehende Becken das vom steifen Bein „angegriffen“ wird wie beim normalen Joggen oder Walken. Die Energie die der Schritt in der ersten Phase (dem Aufsetzen) erzeugt, kann mit geringen Umweg nach vorne in Bewegungsrichtung gebracht werden. Kein bremsen!

Keine Angst! Jeder hat irgendwann angefangen! Aber achtet und hört auf euren Körper! Und im Zweifel fragt einen Arzt oder Physiotherapeuten, der selber Sport macht.