Wer A sagt muss auch B sagen

Ja es ist geschafft. Große Vorsätze wie „regelmäßig laufen“, „auch mal was längeres laufen“ bla bla bla ……Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Der Tag hat nur 24 Stunden und die Pflichten, oder was man dafür hält, kosten viiiiiiiel Zeit und so blieb es beim Vorsatz. Naja nicht ganz, den alle 2 Wochen zu laufen ist ja auch irgendwie regelmäßig und läääänge ist relativ. Auch 10 km können lang sein. Die Zeit verstrich gnadenlos und damit auch die Möglichkeit Kilometer zu sammeln. Je näher der 8.April kam desto größer wurde die Panik und der Gedanke ans „Sausen lassen“ immer stärker. Als in der Krabbelgruppe extra reingekniet um vielleicht doch eine klitzekleine Verletzung mit zu nehmen. Aber nix da. Verschont und heile geblieben…Dann kommen noch „Vorahnungen“ von Freunden hinzu die, obwohl nicht abergläubisch, super ins Stimmungsbild passen. Und nun? „Augen zu und durch“. Mein Mitfahrt war organisiert und die Idee M. mitlaufen zu lassen kam super an. Dann war das mit dem Aufpassen ja auch geregelt. Sonntag 7:15 sollte es los gehen und um 7:45 Uhr sassen wir im Auto. In Berlin noch das eine oder andere Verkehrsschild uminterpretiert und schon waren wir nur noch 500 m vom Start entfernt. In der Startzone angekommen stellte sich dann endlich sowas Vorfreude ein. Aber die konnten Zweifel nicht besiegen, aber egal ich war hier als laufe ich auch. Durchkommen ist alles. Noch schnell ein paar Freunde und Bekannte begrüßt, auch L. der mich quasi dazu „motiviert“ hat war da und dann ging es auch schon in den Startblock. Oh Mann 2013 gab es glaube ich noch gar ein Block „F“ und der war diesmal unendlich lang. „Block „E“ und „D“ waren auch nicht viel kleiner nur mein Block „C“ war irgendwie überschaubar. Ich weiß zwar nicht was ich in dem Block mache, aber die Zeit von 2013 sagt halt Block „C“. Na dann. Max gesellte sich zu mir und wir warteten auf den Start. Der kam und da wußte ich „alles richtig egal wie es ausgeht“ Das Gefühl ist immer wieder unbeschreiblich emotional. Der beste Freund an der Seite was soll schief gehe. Also los und laufen,laufen, laufen………..Immer gerade aus bis zum Schloß Charlottenburg.IMG-20180408-WA0002

Das lief ja ganz gut, auf den ersten 6-8 Kilometern. Naja das war ja auch die Strecke, die ich in den letzten 6 Monaten relativ regelmäßig gelaufen war. Bis zum Kilometer 10 war auch noch alles gut. Bei Kilometer 9 kam Christian aus der Krabbelgruppe vorbei. Kurzes geplänkel…etwas surreal durch seine zu lauten Kopfhörer:

Er: „Nicht erschrecken, alles gut?“

Ich: „ja klar und bei dir“

Er: „Ne ist doch lustig“

Ich: “ Lass dich mal nicht aufhalten“

Er: “ Nee ich will dich nicht aus dem Konzept bringen“

Ah ja… 😉

Also auf zur Stelle wo es heißt „Umkehren wäre jetzt auch quatsch“.

Also die Hälfte ist geschafft. Kreislauf und Co. sind noch gut beieinander und die ersten Umfaller liegen am Rand und werden versorgt. Hoffentlich ist da alles gut geworden. Vom Ku Damm geht es mit ein zwei Knicks fast gerade aus zum Potsdamer Platz und dann wird es schei…e Man sieht das Ziel quasi schon und weißt, da kommt noch ein Knick um über die Wilhelmstraße zum Checkpoint Charly zu kommen. Da wollte ich eigentlich ein Päuschen machen…….. Aber wenn am Rand die Menschen in dreier Reihen stehen und zuschauen ist das auch keine Option. Bin ja schließlich zum Laufen da und nicht zum Wandertag. Auch wenn die Knochen müde sind, egal. Ja und dann ist der Alex schon wieder da und das Ziel und vorbei……… Dafür nun die ganze Aufregung. Und das „schlimmste“ ist, es hat sogar Spaß gemacht und Bock auf mehr.

Am Anfang wollte ich nur vor dem Besenwagen ankommen. Später dann alles unter 2:15 h ist mehr als ich verdient habe. Und nun 2:08h. Das ist mehr als erwartet und so, hat es sich mehr als gelohnt.

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Danke Max, ich weiß du hasst solche Massenveranstaltungen!!!

 

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Neue Ziele braucht der Mensch

Nun ist die Ruhe vorbei und es geht wieder los. Eigentlich ist das Jahr wettkampftechnisch schon erledigt, quasi zu Ende bevor es für andere angefangen hat. Also müssen neue Ziele her, um nicht aus dem Rhythmus zu kommen. Kurz überlegt dann geplant. Der „Fünf Seen Lauf“ steht auf dem Zettel als Familienlauf (hier geht es zur offiziellen Seite), doch nun werden Ziele dran geknüppert. Auch das will gut überlegt sein, den davon hängen Training und zu investierende Zeit ab. Früher wollte ich immer unter 75 Minuten laufen auf den geplanten 15 Kilometern. Da das im Training vor einiger Zeit schon gut geklappt hat, gehe ich nun mal konservativ an das nächste Ziel und plane für diesen Lauf 70 Minuten ein. Zwischen durch noch ein Abstecher in die Rauener Berge zum „Fontane Lauf“ auch hier 15 km als Zwischenstopp – quasi.

Danach – oder wie ich meinen ersten richtigen Marathon überstand

Nach meinem ersten Marathon in Dresden, der quasi aus dem „Kalten“ gelaufen war, nun der erste mit Vorbereitung. Ob diese vernünftig war, sei dahin gestellt und wird über das Erreichen des Zieles als richtig oder falsch gekennzeichnet.

Als Strecke wurde der Baff – Naturmarathon in Marienwerder ausgesucht. Die Strecke war dem Coach bekannt und als risikolos eingestuft.

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Das Wetter sollte leider wieder mies werden, vor allem Regen und sehr böiger Wind waren angesagt. Die Strecke, die es galt, 4-mal zu laufen, führte durch den Wald und am Finowkanal vorbei. Die Bodenverhältnisse hatten für alle etwas – überwiegend fester Waldboden aber auch Passagen mit weichem Sand. Letzteres aber nur ca. 1-2 km. Auf der Strecke gab es zwei Verpflegungspunkte, einen nur mit Getränken und einen komplett. Da es sich um keine ultrapopuläre Veranstaltung handelt, fiel das Buffet auch rustikaler aus, keine Gels, Iso – Getränke und Heckmeck – Riegel, dafür Haferschleim, Eistee, Cola, Wasser, dazu Bananen, Schmalzstulle! Nutellabrot und Äpfel. Ab Runde 3 wurde Salz kredenzt. Aber es fehlte an nichts. Der Wind war anfangs heftig, wurde aber dann weniger. Einige Bäume segneten das Zeitliche, aber niemand kam meines Wissens zu schaden. Nur blöd, dass das „bisschen“ Wind wenn, dann von vorne kam.

Der Plan sah vor, in 5:30 anzulaufen und das, solange es geht, durchzulaufen um am Ende mit einer Zeit unter 4 Stunden ins Ziel zu kommen.

Die erste Runde war gut und im Plan, sagt der Coach, der, wohl um mich nicht zu beunruhigen, mir das tatsächliche Tempo verschwieg. Ein Tempo von 5:15 – 5:20 für die ersten 20 Kilometer hätte mich auch beunruhigt. Aber durch das permanente Bequatsche durch meine Laufbegleiter (Andre und Max –meinen Coach) verging die Zeit dann wie im Flug und ich achtete nicht auf die Zeit und lief einfach mit, wie auch der eine oder andere Läufer, der das Unterhaltungsprogramm zwar nicht gebucht hatte, aber gerne mitnahm.. Die zweite Runde war noch deutlich entspannt und auf ging es in die dritte Runde.

Ich hatte natürlich auch „Proviant“ in Form von Gels mit und diese ab Runde 2 immer kurz vor dem ersten Verpflegungspunkt genommen. Das hier, weil die Dinger so süß sind, das ich immer Trinken danach brauche, um den Geschmack los zu werden.

Die dritte Runde war schon etwas weniger entspannt, da hier bei Kilometer 27 das erste Mal Wadenkrämpfe anfingen. Aber dank Magnesiumtabletten von Andre und viel Salz gingen diese auch wieder weg. Die letzte Runde lief noch recht gut — am Anfang. Auf halber Strecke schob ich zusätzlich Gel ein – eher für den Kopf als für den Bauch. Nach der letzten Verpflegungsstelle war es Kampf. Krämpfe in den Waden lauerten latent unter der Oberfläche und rollten – im wahrsten Sinne des Wortes – in kürzeren Abständen an. Ziel war es zu vermeiden, dass sie richtig ins Gebälk krachen und weiter laufen, laufen, laufen. Nun war die Uhr mein bester Antrieb…und mit jedem Schritt wurde die Angst größer, das gesteckte Ziel auf den letzten 3 Kilometern zu verlieren.
Nun machte es sich bemerkbar, dass wir doch schneller angefangen haben als geplant, denn dadurch hatte ich hinten etwas Luft. Uns war von Anfang an klar, dass der Einbruch kommt, EGAL wie zügig ich, im Rahmen meiner Möglichkeiten, anfange. Das der nun recht spät kam, ist „vielleicht“ auf das Training zurückzuführen 😉

Der letzte Kilometer mit dem letzten Anstieg, den es zu erklimmen galt… ich hatte in den ersten Runden gar nicht gemerkt, dass hier ein Berg, wie für Sisyphos gedacht, aufgeschüttet worden war,  und dann noch 500 m und dann……fertig 3:55…..alles andere war egal. Ich bin durchgelaufen, ich bin lächelnd ins Ziel und ich bin unter 4 Stunden gelaufen. Es ging mir viel besser als nach Dresden! Nach viel Trinken und Glückwunsch von Max und Bedanken bei Max, dem ich viel bei der Vorbereitung und beim Lauf zu verdanken habe, ging es ans Bescheid sagen – der Frau, die diesmal leider nicht dabei wahr, aber tatkräftig Daumen drückte, dem Rest der Familie, der FB Gemeinde, die unter den Posts der Trainiererei leiden konnte, Freunden, die es echt interessierte, und der besten Community der Welt.

Danke allen die dabei waren – egal ob reell oder virtuell 

Nach dem Lauf

Schön waren die Rückmeldungen. Man macht es zwar in erster Linie für den Spaß und für sich, aber über irgendwie auch für die Anerkennung. Darüber freut sich dann doch jeder! Ein besonderen Stellenwert hatte eine Szene (ich weiß nicht wieso), die ich erlebte als ich zu Hause ankam und den Rechner aufklappte. Das Erste was ich sah war die Meldung von Google Hangouts Guido schrieb….“Thomas hat’s in 3:55 geschafft!“ Das war Besonders. Und nun fehlt nur noch das offizielle Ergebnis und die Runtastic Auswertung: 65 insgesamt und 28 in der AK 40.

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2013 ein Jahr halt

Das Jahr ist fast geschafft und Danke einem G+ Mitläufer gerade noch gerafft, das mir 54 km zu 2000 gelaufenen Kilometer fehlen. Mal sehen ob das was wird.

Das Jahr war das erste komplett gelaufene Jahr und für meine Verhältnisse randvoll mit Wettkämpfen.
2013
Der erste 10 km Wettkampf in Berlin Spandau. Der erste gelaufenen Halbmarathon in Berlin und noch der eine oder andere. Zu guter letzt mein erster Marathon in Dresden. Also eigentlich alles fertig und ich kann aufhören mit Laufen 😉

Das ist natürlich Quatsch. Dazu war das Jahr zu seltsam. Neben den nun leider gelösten privaten Problemen, die in einem neuen Hobby mündeten, neben 2 Monaten quasi lauffrei wegen Knieproblemen, ergaben sich neue Lieben. Die Liebe zum Rennradfahren und Liebe zum Mountainbiken und das obwohl ich immer gegen Radfahren war, naja es ändern sich die Zeiten, es ändern sich die Sitten was heute ist der Rücken sind morgen glatt die ……Schultern. 

Und was passiert im nächsten Jahr. Das wichtigste ist der 2. Marathon in einer vernünftigen Zeit im März. Natürlich der Edersee Community Lauf im Januar. Der Rest kommt wie es kommt. Mal sehen. Alles kann nichts muss.

Der erste Marathon ist der schwerste. Aber der schönste?

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Der schwerste und emotionalste Lauf meines Lebens in der schönsten Stadt Deutschlands – für den Tag auf alle Fälle – ist erledigt. So kurz die Vorbereitung, so groß die Lehren. Ein alter Mann braucht nicht 3 Wochen Vorbereitung sondern 2 Woche Ruhe. Der letzte Lauf war psychologisch richtig, weil er zeigte dass ich es kann, aber es  war körperlich ein definitives Problem. Man könnte diesen Artikel auch überschreiben mit

 

„Von einem der auszog den Marathon zu unterschätzten“, aber ganz trifft es das nicht. Ich hatte einen Heidenrespekt!

Aber von Anfang an.

Pünktlich eingetroffen um noch mal die Stimmung zum Start des 4,x km Rennens zu genießen, blieb nicht mehr viel Zeit noch mal zu Dixie zu schlendern und sich einzureihen in die Meute. Mein Ballonläufer war weit und breit nicht zu sehen.

Ich hatte mir geschworen auf keinen Fall schnell anzugehen, sondern sehr konservativ. Das letzte Lied das mit dem Startschuß gespielt wurde war „Highway to Hell“ von AC/DC. Sehr speziell diese Musikauswahl. Aber wie das so ist, man fühlt sich gut und denkt es wird schon alles gehen und schwupps läuft man die ersten 10 km in einem 5:35 er Schnitt. Viel zu schnell. Die Muskeln vom vergangenen Wochenende meldeten sich zu Wort (Oberschenkel) und das bleiben erhalten, bis andere hinzu kamen und das mein kleinstes Problem wurde. Nach 12 km planmäßig das erste Gel. Und ich hatte schon keine Lust mehr! Die Beine brannten und ich fühlte mich ausgelaugt! Richtig kaputt und das nach einem Viertel der geplanten Strecke. Und immer diese Schilder Kilometer 30 (ja bei der nächsten Runde) Kilometer 31 — auch hier bei der nächsten Runde. Und die Zeit sackte in den Keller und die Lust auch. Plötzlich war die Option nach dem Halben aufzuhören sehr verlockend. Durch den großen Garten, von dem ich nun weiß wie groß er ist, und zwischen durch planmäßig Gels. Und der ständige Blick auf die immer langsamer werdende Zeit. Das Publikum fand ich Klasse und lies es mir nicht nehmen, egal wie scheiße es mir ging, immer auch den Musikanten zu zuwinken und selber zu klatschen. Am Ende von Runde 1 war der Schweinhund da und saß auf meinem Rücken. Durch die Anfeuerung der Zuschauer und der eigenen Mitkommer am Zielabzweig zum Halbmarathon und durch meinen unbändigen Wunsch keinem erklären zu wollen, das ich abgebrochen habe (und das wäre es gewesen), lief ich weiter. Eine Frau, die mit mir zu diesem Zeitpunkt an derselben Stelle war, hatte ich mir als Zugpferd ausgeguckt, denn zu diesem Zeitpunkt war es einfach nur ein ständiges „überholt werden“. Die nette Frau hatte schon den dritten durch sagte nur „Ab hier wird es einsam“ und „Ab jetzt geht es nur mit Zucker“. Ich schielte von Kilometer zu Kilometer auf meine Gels und die Abstände zwischen den Einnahmen wurden kürzer. Ich lief ab Kilometer 25 echt auf der letzten Rille. Und die Strecke streckte sich …wie der Name schon sagt Strecke.. ;-). Aber irgendwann stehen da 30 Kilometer und es gilt nun auch mir. Die Anfeuerungsrufe werden freundlicher und jeder versucht noch irgendetwas Gutes in einem zusehen. Die Ansprachen werden persönlicher und nicht mehr in die Masse gesprochen. Und die Wadenkrämpfe begannen. Erst nur ansatzweise, aber ab Kilometer 32 permanent. Ich musste da schon wiederholt gehen. Der Ballonläufer 4:30 Zielzeit  hatte mich gefunden und zog vorbei. Meine ganze Anstrengung zielte auf Sub 5 (unter 5 Stunden). Und es hatte ein wenig was vom Wandertag. Mit den Krämpfen änderte ich den Laufstil, es ging nicht anders. Möglichst wenig locker aus den Waden, denn das sorgte sofort für Krämpfe, die mich fast stürzen ließen und dafür mit fast steifen Beinen immer in den Hacken und die Zähne zusammen gebissen und Gesicht zur Faust geballt und aufpassen keine Fotografen zu verpassen, um da wenigsten gute Laune zu simulieren. Und es war irgendwann soweit, nur noch 5 Kilometer, nur noch 4 nur noch 3. Der letzte Fotograf kam und ich konnte doch noch mit Laufstil wie Forrest Gump den eine und anderen Überholen, denen der Hammermann noch ärger mitgespielt hatte. Die letzte Brücke nur noch 1,5 Kilometer und da die Läufer nun nur noch mit Abstand kamen, konnten die Sprecher sich auf jeden einzelnen stürzen und ihn begrüßen. Das war dann auch der Zeitpunkt, wo die Augenpipi, die zwischen durch immer mal wieder auf zu kommen drohte doch da war, aber der Wind hat es getrocknet. Die letzten 800 m und die Menschen klatschen und jubeln und der alte Mann heult. Nun noch die Cheerleader überstehen und dann auf die Zielgerade. Der Zieleinlauf. Es ist schon etwas leerer und die einzige Anfeuerung die ich wahrnehme und die ich echt vermisst hätte wenn sie nicht da gewesen wäre, ist die meiner Frau, die sich die Seele aus dem Leib rief. Am Ziel wieder mit persönlicher Begrüßung durch den Moderator und dem Kecken Spruch „Da kommt Thomas K. aus Frankfurt (Oder) und er sieht aus als wäre er nicht 42 sondern mindestens 50 Kilometer gelaufen.“ Ich konnte ihm nur erwidern „100, 100 Kilometer“. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste war, das kurz vorher wieder „Highway to Hell“ gespielt wurde. Und das, wo schon überfällig war.
Und dann war ich durch! Geschafft! Im Ziel schnell viel Trinken Alkoholfreies Bier, Cola, Iso irgendwas und Banane. Ich war angekommen. Höllisch kaputt, aber angekommen und so dermaßen froh, dass ich in diesem Augenblick meine Frau dabei hatte, das kann sich keiner vorstellen. Und gerade die, die um die besondere Situation wissen, können es bewerten 😉 Und so war dann an diesem Tag alles irgendwie perfekt. Nach dem Marathon noch Medaille gravieren lassen, Urkunde drucken und mit einem üblen Krampf auf den Boden schmeißen. Danach zur Massage! „Only for Marathon“….ich konnte fast schon wieder heulen, naja emotionaler Ausnahmezustand.

Es war nun vorbei. Nun nach Hause fahren, den Freunden auf FB und G+ Bescheid geben und dann die Beine hoch.

Stolz es in 4:44 geschafft zu haben und sich gleichzeitig zu fragen WARUM tun sich halbwegs intelligente Menschen sowas an…..

 

urkunde

Wettkampf nach langer, langer Zeit und Entvirutalisierung

Nun war es soweit. Der erste Wettkampf nach 33 Jahren. Das war die letzte Medaille Ak 15 (1981).

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Doch von Anfang an.
Die Woche lief, wie es der Papiercoach Herr Steffny vorschreibt, sehr ruhig ab. Am Anfang der Woche nochmal Tempoläufe (8 mal 400m in 1:30 mit 200m traben). Am Mittwoch Alternativsport, wie jeden Mittwoch und am Donnerstag dann 10 km ganz locker zum „vorschwitzen“. Am Samstag hieß es dann endlich die Startnummern holen. Die ganze Woche war ich aufgeregt wie ein Junger vor dem ersten mal, doch nun – zum abholen der Startnummer wohlgemerkt – war es noch schlimmer. In Spandau angekommen empfing uns die typische Berliner Schnauze, es war so toll. Als Unkundiger ging es ins Rathaus, kurzer unschlüssiger Blick da kam auch schon der Portier aus seinem „Häuschen“ „zweete Etage, is eh nur für solche wie sie offen, jehn se ma innen Spiejelsaal“ …. Okay, ich wollte schon los gehen fragte aber doch, woher er den wisse, wo ich hin will. Kurze Antwort: „Solche wie sie erkenn ick, ick hab dafür eenen Blick. Andere Leute dürfen hier gar nicht rein nur Leute wie sie, und da entwickelt man gewissermaßen ein Blick dafür
und die logische Konsequenz ist das sie dahin wollen“. Alles im feinsten Berlinerisch. das war so original. Kann man als Kompliment sehen, nehm ich mal so 😉
Im Spiegelsaal war alles freundlich und professionell und nach 5 Minuten war alles vorbei und die ganze Aufregung umsonst, keine verschütt gegangene Anmeldung keine falsche Veranstaltung alles in Ordnung. Nach dem Rest des Tages in Berlin Sachen packen und ab ins Bett.
Ab um 6 dann die Angst, oh Gott verpennt, aber nein weiterschlafen und im 10 Minuten – Rhythmus das selbe Spiel, nein Aufgeregt bin ich nicht, nee schon klar.
Mach dem aufstehen ging dann nun alles nach Plan und um 9:30Uhr waren wir in Spandau. Um 10.09Uhr sollte der Zug nach Falkensee fahren. Alles wird gut, nur das es Ar….kalt ist. gefühlt 10 Grad Minus. Nach viel Glück und Küsschen ging es nach Falkensee. Der Tross der Teilnehmer ( anders kann man es nicht nennen) ging von Spandau über den Zug nach Falkensee zur Stadthalle. Hier empfing die Teilnehmer eine Trommelkombo

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Und weitere Menschen. Alle Altersklassen und alle Level. Nun hieß es G+ zu entvirtualisieren und Thomas Müller zu finden. Es waren aber 2 Telefonate und Einlaufen notwendig, um zusammen zu finden. Das war schon cool. So hatten wir kurz Zeit ein wenig zu reden. Es ist schon komisch, wenn man einige Monate über Google schreibt, wieviel man schon voneinander weiß. Es war Klasse. Als Beweis ein Foto.

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Wir verabredeten uns für ein Treffen nach dem Lauf.
Kurz in die endlose Schlange eingereiht und schon ging es los. Keine Zeit mehr, sich aufzuregen. Aber wie, ganz ganz langsam. Das war mir schnell zu bunt und so kämpfte ich mich im Schlängellauf über Stock und Stein durch die Reihen nach vorne, bis ich eine Stelle gefunden hatte, die mir zusagte. Was fehlte waren aber Kilometerinformationen, die hätte ich mir schon gewünscht. Die GPS Uhr hatte ich extra zu Hause gelassen um mich nicht ablenken zu lassen. Nun konnte ich irgendwie nur nach Gefühl und Uhr laufen. Aber das Tempo schien zu stimmen. Das erste Km -Schild war km 4. Die Zeit waren 17:23 Minuten -eigentlich zu langsam. Egal die Zeit ist am Start liegen geblieben und das ist eine kleine Lehre. Hoffentlich ist das Häschenhüpf vom Anfang hintenraus nicht doof. Nach 6 km dann das nächste Km – Schild 27:00 Minuten. Immer noch zu langsam, aber egal das Gefühl ist gut. Nach eine, Schwenk ist der hohe Turm am Rathaus Spandau zu sehen und es geht ein Ruck durch das Feld und ich merkte, das einige Teilnehmer die Strecke kennen und wissen, wann Schluß ist. Ab ins Zentrum und dann aufs Rathaus zu, das Tempo steigt auf den letzten 400 m merklich an und dann ist es vorbei. Das Ziel ist erreicht. Stoppuhr drücken und 44:54 Ziel erreicht, auch wenn es 300 Meter weniger war wegen vereister Stellen am Rathaus. Egal – Zielzeit erreicht. Im Ziel wartete der Schatz, mein Schatz und ein Durchhalteorden – die Teilnehmermedallie.
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Ich war Happy! Nun merkt ich wieder, wie kalt es war und auch mein Schatz war durch gefroren. Aber nun ein Erdinger Radler alkoholfrei und ne Wurst und schauen wo Thomas Müller bleibt. Wir haben uns dann wieder zusammen telefoniert und nochmal einige Worte gewechselt und uns auf den 7.4. vereinbart und sind in Vorfreude darauf auseinander gegangen und es war cool.

Ziel erreicht! Offiziell 44:49 und Platz 63 in der AK 45 und Platz 313 gesamt.

Achso da sich letzte Woche die Diskussion um Ziele dreht und ich beim Lauf über die 10km das Gefühl hatte ewig so weiter hätte laufen können, ist es Zeit für eine Plan. Wäre es möglich, das zweimal Hintereinander zu laufen? In der ungefähr gleichen Zeit? Das hieße dann 1:30h. Oh Gott das klingt ambitioniert. Noch drei Wochen bis dahin. Also nehme ich lieber 1:40 als heimliches Ziel. Im Blog der Public ist, nee ist klar 😉 Na mal sehen.