Wettkampf nach langer, langer Zeit und Entvirutalisierung

Nun war es soweit. Der erste Wettkampf nach 33 Jahren. Das war die letzte Medaille Ak 15 (1981).

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Doch von Anfang an.
Die Woche lief, wie es der Papiercoach Herr Steffny vorschreibt, sehr ruhig ab. Am Anfang der Woche nochmal Tempoläufe (8 mal 400m in 1:30 mit 200m traben). Am Mittwoch Alternativsport, wie jeden Mittwoch und am Donnerstag dann 10 km ganz locker zum „vorschwitzen“. Am Samstag hieß es dann endlich die Startnummern holen. Die ganze Woche war ich aufgeregt wie ein Junger vor dem ersten mal, doch nun – zum abholen der Startnummer wohlgemerkt – war es noch schlimmer. In Spandau angekommen empfing uns die typische Berliner Schnauze, es war so toll. Als Unkundiger ging es ins Rathaus, kurzer unschlüssiger Blick da kam auch schon der Portier aus seinem „Häuschen“ „zweete Etage, is eh nur für solche wie sie offen, jehn se ma innen Spiejelsaal“ …. Okay, ich wollte schon los gehen fragte aber doch, woher er den wisse, wo ich hin will. Kurze Antwort: „Solche wie sie erkenn ick, ick hab dafür eenen Blick. Andere Leute dürfen hier gar nicht rein nur Leute wie sie, und da entwickelt man gewissermaßen ein Blick dafür
und die logische Konsequenz ist das sie dahin wollen“. Alles im feinsten Berlinerisch. das war so original. Kann man als Kompliment sehen, nehm ich mal so 😉
Im Spiegelsaal war alles freundlich und professionell und nach 5 Minuten war alles vorbei und die ganze Aufregung umsonst, keine verschütt gegangene Anmeldung keine falsche Veranstaltung alles in Ordnung. Nach dem Rest des Tages in Berlin Sachen packen und ab ins Bett.
Ab um 6 dann die Angst, oh Gott verpennt, aber nein weiterschlafen und im 10 Minuten – Rhythmus das selbe Spiel, nein Aufgeregt bin ich nicht, nee schon klar.
Mach dem aufstehen ging dann nun alles nach Plan und um 9:30Uhr waren wir in Spandau. Um 10.09Uhr sollte der Zug nach Falkensee fahren. Alles wird gut, nur das es Ar….kalt ist. gefühlt 10 Grad Minus. Nach viel Glück und Küsschen ging es nach Falkensee. Der Tross der Teilnehmer ( anders kann man es nicht nennen) ging von Spandau über den Zug nach Falkensee zur Stadthalle. Hier empfing die Teilnehmer eine Trommelkombo

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Und weitere Menschen. Alle Altersklassen und alle Level. Nun hieß es G+ zu entvirtualisieren und Thomas Müller zu finden. Es waren aber 2 Telefonate und Einlaufen notwendig, um zusammen zu finden. Das war schon cool. So hatten wir kurz Zeit ein wenig zu reden. Es ist schon komisch, wenn man einige Monate über Google schreibt, wieviel man schon voneinander weiß. Es war Klasse. Als Beweis ein Foto.

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Wir verabredeten uns für ein Treffen nach dem Lauf.
Kurz in die endlose Schlange eingereiht und schon ging es los. Keine Zeit mehr, sich aufzuregen. Aber wie, ganz ganz langsam. Das war mir schnell zu bunt und so kämpfte ich mich im Schlängellauf über Stock und Stein durch die Reihen nach vorne, bis ich eine Stelle gefunden hatte, die mir zusagte. Was fehlte waren aber Kilometerinformationen, die hätte ich mir schon gewünscht. Die GPS Uhr hatte ich extra zu Hause gelassen um mich nicht ablenken zu lassen. Nun konnte ich irgendwie nur nach Gefühl und Uhr laufen. Aber das Tempo schien zu stimmen. Das erste Km -Schild war km 4. Die Zeit waren 17:23 Minuten -eigentlich zu langsam. Egal die Zeit ist am Start liegen geblieben und das ist eine kleine Lehre. Hoffentlich ist das Häschenhüpf vom Anfang hintenraus nicht doof. Nach 6 km dann das nächste Km – Schild 27:00 Minuten. Immer noch zu langsam, aber egal das Gefühl ist gut. Nach eine, Schwenk ist der hohe Turm am Rathaus Spandau zu sehen und es geht ein Ruck durch das Feld und ich merkte, das einige Teilnehmer die Strecke kennen und wissen, wann Schluß ist. Ab ins Zentrum und dann aufs Rathaus zu, das Tempo steigt auf den letzten 400 m merklich an und dann ist es vorbei. Das Ziel ist erreicht. Stoppuhr drücken und 44:54 Ziel erreicht, auch wenn es 300 Meter weniger war wegen vereister Stellen am Rathaus. Egal – Zielzeit erreicht. Im Ziel wartete der Schatz, mein Schatz und ein Durchhalteorden – die Teilnehmermedallie.
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Ich war Happy! Nun merkt ich wieder, wie kalt es war und auch mein Schatz war durch gefroren. Aber nun ein Erdinger Radler alkoholfrei und ne Wurst und schauen wo Thomas Müller bleibt. Wir haben uns dann wieder zusammen telefoniert und nochmal einige Worte gewechselt und uns auf den 7.4. vereinbart und sind in Vorfreude darauf auseinander gegangen und es war cool.

Ziel erreicht! Offiziell 44:49 und Platz 63 in der AK 45 und Platz 313 gesamt.

Achso da sich letzte Woche die Diskussion um Ziele dreht und ich beim Lauf über die 10km das Gefühl hatte ewig so weiter hätte laufen können, ist es Zeit für eine Plan. Wäre es möglich, das zweimal Hintereinander zu laufen? In der ungefähr gleichen Zeit? Das hieße dann 1:30h. Oh Gott das klingt ambitioniert. Noch drei Wochen bis dahin. Also nehme ich lieber 1:40 als heimliches Ziel. Im Blog der Public ist, nee ist klar 😉 Na mal sehen.