Walking versus Running

Durch das Lesen einiger G+ Communities musste und wollte ich mich mit der Frage auseinander setzen was „gesünder“ ist oder besser: Was ist besser für Menschen mit höherem Gewicht – Walking oder Running?
Es ist ein wenig ketzerisch und spiegelt nur meine Meinung und Beobachtungen wieder.

Im ersten Moment natürlich Walking. Warum?
– Es folgt dem „Gehmechanismus“ und kommt der normalen Bewegung des Menschen entgegen ist einfach zu erlernen.
– Es ist besser für die Durchblutung, die Beweglichkeit.
– Besser Sauerstoffaufnahme.
– Schont den Rücken und die Knie
Das sagt die Lehrmeinung!
Immer wieder besser, besser, besser. Besser als was?
Besser als nichts tun? Ja
Besser als Running? Tja
Schont den Rücken und die Knie? Aus meiner Wahrnehmung definitiv nein!

Alles was Bewegung ist, ist gut. Somit auch Walking. Aber wenn man sich mal Laufen und Walking ansieht, dann fällt folgendes auf. Beim Walken wird der Fuß weit vor dem Körper aufgesetzt und ist quasi komplett durchgestreckt. Der Fuß befindet sich in der ersten Phase des Schrittes mit dem Boden im Kontakt. Dabei über 50 Prozent der „Bodenkontaktzeit“ vor dem Körper. Vor dem Körper bedeutet bremsend, abfangend, blockierend (siehe auch Minute 7:12!! im Laufvideo) weiter unten.

Und Running/Laufen?
Einfach betrachtet ist Laufen wie schnelleres gehen. Aber das ist falsch. Wenn es so trainiert wird, was leider häufig und gerade am Anfang passiert, ist das alles was negativ beim Walken ist, auch auf Running zu trifft – nur schlimmer!! Deshalb ist es gerade für schwere Läufer oder solche die es werden wollen – Läufer nicht schwerer- wichtig den richtigen Laufstil zu üben. Anatomisch betrachtet gilt es folgendes zu berücksichtigen.
– die Aufprallenergie die abgefangen werden muß, so minimal wie möglich halten
– Aufprallenergie die entsteht möglichst schonende abfangen beziehungsweise umwandeln
– die körpereigenen Schutzsysteme nutzen.

Alles was nachfolgend kommt gibt es vielfach zu lesen und zu sehen bei Dr. Marquardt, Dr. Mark Cucuzzella, Prof. Dr. Strunz aber hier ist das aus meiner Wahrnehmung in diesem Zusammenhang wichtigste aufgeführt.
Das bedeutet aus meiner Sicht natürliches Laufen.
– Kurze Schritte bei denen der Fuss unter dem Körper aufsetzt. Dadurch passierte es automatisch, das der Fuß zuerst auf dem Ballen (Vorderfuß) oder auf dem Mittelfuß aufkommt.
– Leichtes vorbeugen um quasi in den Schritt zu fallen,
– Kurze Verweilzeiten des Fusses auf dem Boden,
– Geschwindigkeit durch Frequenz der Schritte statt durch Schrittweite erhöhen,
– Korrekte Armhaltung, bei der die Pendelfrequenz der Schrittfrequenz entspricht und die Arme in einem Winkel kleiner 90 Grad angewickelt sind (spitz),
– vernünftige Schuhe am besten nach einer Laufanalyse,
– Training der Beinmuskulatur rund um die Füße, Knie und Hüfte.

Was passiert? Der Fuß, der dafür gemacht ist, fängt das Gewicht des Körpers ab, nicht der Haken.
Das ganze Bein das nicht durchgedrückt ist fängt die Aufprallenergie ab und leitet diese gerade nach oben, wo auch die Wirbelsäule die Energie aufnehmen kann und nicht nur das schiefstehende Becken das vom steifen Bein „angegriffen“ wird wie beim normalen Joggen oder Walken. Die Energie die der Schritt in der ersten Phase (dem Aufsetzen) erzeugt, kann mit geringen Umweg nach vorne in Bewegungsrichtung gebracht werden. Kein bremsen!

Keine Angst! Jeder hat irgendwann angefangen! Aber achtet und hört auf euren Körper! Und im Zweifel fragt einen Arzt oder Physiotherapeuten, der selber Sport macht.

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Die Woche danach

Vivobarefoot oder die Rache der Barfussschuhe. Die Schmerzen nach den ersten 8km in den Schuhen haben doch tatsächlich bis zum Donnerstag danach angehalten. Es sah so aus, als wollte es nie mehr aufhören. Trotzdem wurden die geplanten Läufe durchgezogen. Am Donnerstag besann ich mich auf einen Tipp. Triggerpoint.net und was ist das Fazit: Es wirkt. Aber es ist Quälerei. Die Punkte müssen gesucht und dann auch ordentlich gepresst und hart massiert werden. Das gute ist, man findet die Punkte, wenn man weiß wo man suchen muß, da diese etwas härter sind und leicht erhaben wirken. Sie sind aber sehr tief im Muskel. Die Schmerzen treiben einem die Tränen in die Augen. Aber am Freitag waren die Schmerzen fast weg. Das linke Bein ist komplett geheilt und das rechte war voll einsatzbereit. Nun konnten die Intervalle kommen.

Es fängt an – laufen in Vivobarefoots

Heute war es soweit. Der Schnee war weg, die Rekom nach dem Vattenfall – Lauf verlief recht gut und nun gab es kein halten mehr. Also Klamotten an, Schuhe an und los. Das Motto war immer schön langsam und vorsichtig. Kurz nach dem Anfang meldete sich Wade rechts „eh Wat issen dat, wo hast du den mal bitte den Hacken, die Dämpfung und der Rest vom Schuh gelassen? Na wenn du so willst, dann aber schnell, dann hab ich’s hinter mir.“ Nach 3 Kilometern schloss sich die linke Wade auch noch an und meckerte in der gleichen Tonlage. Ansonsten erinnerte das Gefühl an das lange vergessene Laufgefühl mit Spikes. Der Lauf auf dem Mittelfuß stellte sich als normal heraus, aber die Unterstützung durch den Hacken und eine Dämpfung am Vorderfuß fehlte doch. Also bin ich ein Mittelfußläufer – gut zu wissen. Was weiterhin auffiel war, das man sehr kontrolliert laufen muss. Es schleichen sich, wenn man nicht aufpasst, „Schrittfehler“ ein, die einen aus dem Rhythmus bringt bzw. bringen kann. Die Strecke bis zur Wende ging noch, aber Der Rückweg war hart. Die Waden waren felsenfest und hinterher echt hin. Die Archillessehnen haben durchgehalten, das Fussgwölbe war stabil soweit ganz gut, aber die Waden. Es stellte sich im Nachhinein als gut heraus, das ich damit nicht vor einem Wettkampf angefangen habe.

Fazit
Die Schuh laufen sich wie Spikes.
Die Schuhe laufen sich schnell.
Sie haben eine festen Platz in meiner Trainingsgestaltung.
Sie kommen erstmal nur bis maximal 10 km in Frage oder wenn schnelle Läufe oder Intervalle anstehen.

Das heutige Training hatte eine Pace von 4:37